Biopflanzen in aller Munde
Welche Rolle spielt die Kleeschulte Bio-Substratfaser
Bericht aus dem DeGa-Magazin 2009
Produkte mit einem Bio-Siegel sind weiter auf dem Vormarsch, denn der Verbraucher schenkt den Produkten ein großes Vertrauen und gerne auch einen Euro mehr. Damit Bio aber auch Bio genannt werden darf, muss die gesamte Produktionskette stimmig sein. Für gute Bio-Kräuter ist das verwendete Substrat ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Worauf kommt es an bei Biosubstraten?
Denkt man an Papenburg, so lenken die Gedanken schnell auf die weltweit bekannte Meyer-Werft. Weniger bekannt ist aber, dass Papenburg eine Hochburg zur Produktion von Frischkräutern für den Lebensmittel Einzelhandel ist. Circa 20 Betriebe beschäftigen sich mit den kleinen würzigen Pflanzen, ein Viertel davon produzieren Biokräuter. Und das bedeutet Produktion in Hochleistung, denn die Kräuter müssen nach der Aussaat in angemessen kurzer Zeit zu einer verkaufsfähigen Pflanze herangewachsen sein, konfektioniert werden und frisch in den deutschen Märkten ankommen. Schlecht, wenn dann ein Engpass in der Substratlieferung die Produktion einschränkt.
Lieferantensuche nach Rohstoffausfall
Einen solchen folgeschweren Rohstoffengpass erlebte auch die Firma Gartenbau Fritz Schulz aus Papenburg Anfang dieses Jahres. Als Folge machte sich Geschäftsführer Daniel Schulz auf die Suche nach neuen Lieferanten für zertifizierte Biosubstrate. Dabei müssen die Biosubstrate den hohen Anforderungen der Produktionsanlagen entsprechen. Unter anderem wurde er im westfälischen Rüthen fündig: Das Erdenwerk Kleeschulte produziert seit über 20 Jahren Substrate aus nachwachsenden Rohstoffen. Wie für den Betrieb von Herrn Schulz gemacht, hat das Erdenwerk jüngst das Kleeschulte BioKräutersubstrat auf den Markt gebracht. Das einzige Substrat auf Holzfaser-Basis, welches den Kriterien der Bio EU-Verordnung entspricht und in der Betriebsmittelliste für de ökologischen Landbau, FiBL 2009, gelistet ist. Darüber hinaus garantiert das RAL-Gütesiegel gleich bleibende Qualität.
Eine Lösung mit der Kleeschulte Biosubstratfaser gefunden
Schnell wurde ein halber LKW mit dem Kleeschulte BioKräutersubstrat testweise bestellt und eingesetzt. Erfolgreich, wie Gartenbaumeisterin Dörthe Quaas als Produktionsleiterin feststellt: „wir haben nun mehrere Chargen mit dem Kleeschulte-BioKräutersubstrat und der BioSubstratfaser gefahren und freuen uns über die guten Kulturergebnisse. Bemerkenswert ist, dass das Substrat optisch schwer zu sein scheint, es aber in Wirklichkeit - durch die BioSubstratfaser - eher leicht ist. Das hilft uns in der Produktion und macht später im Verkauf einen guten Eindruck". Weiterhin stellt die Expertin fest, dass die Durchwurzelung und die Drainageeigenschaften sehr gut sind. „Bewährt hat sich das Substrat ebenfalls im Produktionsablauf, denn es liegt gut in der Maschine und es sammeln sich keine Fasern, was sonst zu einem Maschinenstillstand führen würde." ergänzt Dörthe Quaas ihre Ausführungen. So wird im Gartenbaubetrieb Schulz die Biosubstratfaser von Kleeschulte wohl weiter verwendet werden. „Der nächste Härtetest für die neuen Substrate kommt im Winter.", schaltet sich Seniorchef Fritz Schulz ein, „hier sind die Anforderungen an die Substrate noch härter als im Sommer und wir werden weitere Erkenntnisse sammeln".
Nachhaltigkeit und Liefersicherheit für Bioprodukte
Torfsubstrate als Basis für Biopflanzen gibt es mit allen Vor- und Nachteilen schon lange am Markt. Die guten Eigenschaften von Torf werden schnell durch schlechte Ernten überschattet. Qualitätsverluste und Lieferengpässe weisen markante Probleme für die professionelle Pflanzenproduktion auf. Auch hier haben die nachhaltig produzierten Substrate aus Rüthen Vorteile. „Weil unsere Substrate in wesentlichen Anteilen aus unserer Kleeschulte Substratfaser hergestellt werden, können wir immer gleich bleibende Qualitäten garantieren. Wir sind nicht Wetter- und Ernteabhängig, so dass wir über das Jahr kontinuierlich produzieren können" weis Christoph Stegemann mit etwas Stolz über die Produkte seines Arbeitgebers Kleeschulte zu berichten. Dass die verwendeten Rohstoffe überwiegend aus dem regionalen Umfeld stammen, unterstreicht der Außendienstmitarbeiter. „Auf mich wirkt es schon seltsam, wenn für Bioprodukte Rohstoffe verwendet werden, welche vorher um die halbe Welt transportiert wurden. Da kann ich die nachhaltigen Produkte von Kleeschulte mit einem guten Gewissen verkaufen" erläutert Stegemann mit einem freundlichen und überzeugten Blick.
| Nährstoffgehalte der Kleeschulte Biosubstrafaser | |
| pH-Wert (Ca Cl2): |
5,5 |
| Salzgehalt: |
0,50 g/l |
| N: |
50 mg/l |
| P2O5: |
50 mg/l |
| K2O: |
100 mg/l |
| Wasserkapazität: |
35 Vol-% |
| Volumengewicht: |
105 g/l |
| N-Immobilisierung: |
<135 mgN/l |


Vorstellung auf der IPM: Nachhaltige
Kleeschulte Gemüse-Grow Bags aus heimischen Produkten sind ein Novum
am Markt.
rfolgreich:




